Jahresbericht 2015

200 Jahre Städel – Aus der Leidenschaft eines einzelnen Bürgers enstand eines der renommiertesten Museen Europas. 2015 gab es viel zu feiern – und 651.036 Besucher feierten mit.

Tortenanschnitt beim Bürgerfest – Der Städel Garten als Geburtstagstorte war ein Geschenk der Stadt Frankfurt und wurde am 15. März vor dem Hauptportal des Museums angeschnitten.

„Und schon deshalb ist das Städel zu bewundern.
[…] Es hat die Zukunft des Museums eröffnet.“ Die Zeit, Hanno Rauterberg, 12. März 2015

Im Jubiläumsjahr die Zukunft im Visier – Die Erweiterung des Museums in den digitalen Raum nahm Gestalt an.

Digital, multimedial und interaktiv – Immer mehr Online-Angebote von ­Städel und Liebieghaus informieren, vermitteln, stimmen ein und erweitern so das Kunsterlebnis in den digitalen Raum.

Mit Flux durch eine fantastische Welt – Das Point-and-click-Adventure „Imagoras – Die Rückkehr der Bilder“ nimmt Kinder mit auf ein spannendes virtuelles Abenteuer zu den Meisterwerken des Städel.

Historische Räume virtuell erleben – Eine detailgenaue digitale 3D-Rekonstruktion der historischen Sammlungspräsentationen ermöglicht eine Zeitreise ins Städel Museum des 19. Jahrhunderts.

Reger Leihverkehr – Städel und Liebieghaus gaben insgesamt 275 Werke als Leihgaben heraus und trugen ihrerseits 357 Werke anderer Museen für fünf ­eigene Sonderausstellungen zusammen.

„Eine exquisite Ausstellung.“ Frankfurter Rundschau, Christian Thomas, 11. Februar 2015

Jean-Jacques de Boissieu. Ein Zeitgenosse Städels
Städel Museum

„Monet shines a spotlight on Frankfurt.“ The Telegraph, Claire Wrathall, 4. März 2015

Monet und die Geburt des Impressionismus
Städel Museum

„Es gibt unendlich viel zu sehen.“ Frankfurter Neue Presse, Dierk Wolters, 10. Juni 2015

Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth
Städel Museum

„A spectacular exhibition of the era‘s painting.“ The Economist, Cornelia Günther, 18. August 2015

Die 80er. Figurative Malerei in der BRD
Städel Museum

„Die Kunstbetrachtung lebt vom Vergleich.
Diese Ausstellung ist aber wohl unvergleichlich.“ Tagesthemen, Andreas Clarysse, 6. Oktober 2015

Dialog der Meisterwerke. Hoher Besuch zum Jubiläum
Städel Museum

„Eine schönere Gratulation zum 200-jährigen Gründungsjubiläum des Städel gibt es nicht.“ Frankfurter Neue Presse, Dierk Wolters, 5. November 2015

John Baldessari. The Städel Paintings
Städel Museum

„Entzückende Exponate im Liebieghaus zeigen die
Verführungskunst des französischen Rokoko.“ BILD, Josef Becker, 4. November 2015

Gefährliche Liebschaften. Die Kunst des französischen Rokoko
Liebieghaus Skulpturensammlung

Vom Atelierkurs bis zum Vortrag – Städel und Liebieghaus boten vielfältige Vermittlungsformate für unterschiedlichste Zielgruppen an, darunter auch insgesamt 5.537 Führungen. 

Von Mythen und Märchen – Zahlreiche Figuren der antiken Mythologie und wundersame Fabelwesen belebten beim großen Kinderfest im Liebieghaus das Museum und den Garten.

Unter freiem Himmel – Bereits zum dritten Mal wurde das begrünte Dach des Städel Erweiterungsbaus für vier Tage zum Sommerkino, bei freiem Eintritt, Musik und kühlen Getränken.

Bach trifft Rembrandt – Gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester lud das Städel Museum zu einem Wandelkonzert durch die Sammlung und ermöglichte eine ungewöhnliche Begegnung der Künste. 

„Secret Garden“ mit DJs, Kunst und Drinks – Sphärische Beats und farbige Lichter tauchten den Garten des Liebieghauses für mehr als 4.300 Gäste in magische Atmosphäre.

Kunst braucht engagierte Liebhaber – Auch im Jubiläumsjahr wurden beide Museen von unzähligen Freunden und Förderern unterstützt. Allein der Städelsche Museums-Verein zählte 7.652 Mitglieder.

Helene Schjerfbeck, Girl with Blonde Hair (Mädchen mit ­blondem Haar), 1916

Werner Büttner, Die dritte Welt drängt an den Stammtisch, 1981

Eugen Schönebeck, Der Köder, 1963

Walter Dexel, Glasbild II oder Blaue Scheibe, 1928

Théodule Ribot, La Gourde vide (Die leere Flasche), um 1876–1881

Georg Herold, Ziegelneger, 1981

Carl Hofer, Der Blinde und das Mädchen, 1943

Dike Blair, That and This, 2009

Unbekannter Künstler, Archaisches Gorgoneion aus Marmor, 6. jh. v. Chr. 

Unbekannter Künstler, Spätarchaische Protome einer Frau, 5. Jh. v. Chr.

Cristofano Allori, Studie eines Knabenkopfes mit Arbeitsmütze, um 1600

Francisco José de Goya, Ein Zwerg (Un Enano), 1778

Reinier Vinkeles, Die Zeichnungsakademie in Amsterdam, 1768

Cindy Sherman, Richard Prince, Untitled (Richard Prince and Cindy Sherman), 1980, aus der Serie Double Portrait

Cindy Sherman, Richard Prince, Untitled (Richard Prince and Cindy Sherman), 1980, aus der Serie Double Portrait

Bisson Frères, Paris, Place de la Concorde, um 1854

Philip Guston, Ride, 1969

Die Sammlungen wachsen weiter – Insgesamt 133 Werke kamen dank zahlreicher Förderer und Unterstützer neu hinzu. So kann der Bestand beider Häuser stetig weiterentwickelt werden.

Inspirierende Begegnungen – Wir danken allen Besuchern, Freunden, Partnern, Förderern und Unterstützern des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung für ein unvergessliches Jahr 2015.

Herausgeber
Städel Museum
Städelsches Kunstinstitut
und Städtische Galerie

Direktor
Max Hollein

Redaktion
Axel Braun, Karoline Leibfried, 
Paula Stuckatz

Lektorat
Annette Siegel

Grafische Koordination
Sandra Adler-Krause

Text
Nadja Mayer

Gestaltung
CARRASCAL / DINDIN
COMMUNICATION DESIGN

Programmierung
Florian Reußenzehn

Fotonachweis
Artothek – U. Edelmann // Katrin Binner // Dominik Dresel // Alexander Heimann // Marc Jacquemin // Martin Joppen // Wilma Leskowitsch // Tetyana Lux // Norbert Miguletz

Bildrechte
Dike Blair // Werner Büttner // Walter Dexel // Philip Guston // Richard Prince und Cindy Sherman // VG Bild-Kunst, Bonn 2016 (Josef Albers, Jiří Georg Dokoupil, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Georg Herold, Carl Hofer, Kenneth Noland, Neo Rauch, Ad Reinhardt, Daniel Richter, Salomé, Helene Schjerfbeck, Eugen Schönebeck, Rosemarie Trockel, Victor Vasarely, Fritz Winter, Lambert Maria Wintersberger)